Schlachtschweineabrechnungen und -Masken verstehen, analysieren und Fehler finden

Christa Niemann Vom Deutschen Bauernverband (DBV) bei Justus-von-Liebig Schule – Fachkompetenz bei der Schlachtschweineabrechnung ausgebaut – „Schlachtdaten Online“ praxisgerechtes Werkzeug – Neue AutoFOM-III Masken stellen Landwirte vor Probleme – Fütterungs- und Sortiermanagement zwingend anpassen

 

 

Gebannt folgten am vergangenen Freitag (28.03.14) 24 Schülerinnen und Schüler der Einjährigen Fachschule Landwirtschaft (EFL) der Vechtaer Justus-von-Liebig-Schule vier Schulstunden den Ausführungen der Expertin des Deutschen Bauernverbandes Christa Niemann. Die „Fachfrau für Schlachtschweineabrechnungen, Preis- und Maskenvergleiche“ war gerne der Einladung von Lehrkraft Stefanie Evers gefolgt, denn Frau Evers hat ihre Masterarbeit bei Frau Niemann über „Manipulationen bei Schlachtschweineabrechnungen“ geschrieben. Und so war dieser Vormittag eine sehr gute praktische Abrundung des Marketingunterrichtes, in dem Detlef Breuer den Schülerinnen und Schüler die Analyse von FOM und AutoFOM-Schlachtabrechnungen mit „Taschenrechner und Bleistift“ näher gebracht hat.

 

Da dies ein immenser, im Betriebsalltag kaum zu bewältigender Arbeitsaufwand ist, gibt es die Möglichkeit der Nutzung der EDV. Das dies in erster Linie ein entsprechendes Fachwissen voraussetzt, über das die EFL-Schülerinnen und Schüler mittlerweile zweifelsfrei verfügen, stellte die aus Münster angereiste Expertin Christa Niemann anschaulich dar. Sie ging u.a. auch auf die neue AutoFOM III-Klassifizierung ein.

 

Doch auch die Optimierung des Absortierens von Mastschweinen auf den landwirtschaftlichen Betrieben und das richtige Fütterungsmanagement stand auf der Tagesordnung und wurde anhand verschiedener Beispiele angeregt diskutiert.

 

Damit die angehenden „Staatlich geprüften Wirtschafter“ auch über ein adäquates Werkzeug verfügen, stellte Frau Niemann das Programm „Schlachtdaten Online“ vor. „Schlachtdaten Online“ gibt Landwirten die Möglichkeit, aktuelle Auswertungen über Schlachtpartien von Mastschweinen abzurufen. Dies ermöglicht kurzfristige Managemententscheidungen, um Vermarktungsstrategien zu optimieren.

 

Abgestimmt auf den jeweiligen Benutzer, Landwirt oder Berater werden die Schlachtabrechungen zielgruppengerecht ausgewertet. Dargestellt werden die Schlachtdaten der Lieferpartie und der Einzeltiere von FOM- und AutoFOM-Schlachtungen. Als Vergleichsgruppe (VG) sind alle verfügbaren Schlachtdaten vom gleichen Schlachtbetrieb zum gleichen Tag oder Zeitraum dargestellt. Durch farbliche Kennzeichnungen erfolgt eine Bewertung der Wert bestimmenden Merkmale gegenüber der Vergleichsgruppe.

 

In grafischen Auswertungen werden gezielte Masken abhängige Auswertungen zu Wert bestimmenden Teilstücken dargestellt, die Hilfestellungen zur Anpassung von Maststrategien und Verkaufsmanagement bieten. Im System hinterlegt ist das für den Schlachtbetrieb zum Schlachtzeitpunkt gültige Abrechnungssystem. Auswertungen zum Vergleich eines Schlachttages mit anderen Partien sind grafisch und in Zahlen abrufbar. Alle Abfragen können vom Anwender dynamisch erstellt werden.

 

Zusätzlich werden die vom Schlachthof erhobenen Schlachtkörperbefunde ausgewertet.

 

Für die Bereitstellung der Schlachtdaten im Internetportal „“Schlachtdaten Online““ wird allerdings vorausgesetzt, dass die Daten der Firma IQ-Agrar von einem Datenlieferanten (Schlachtunternehmen, Lieferant/Händler) zur Verfügung gestellt werden.

 

Diese Unternehmen übermitteln die Daten automatisch, sobald eine Teilnahme- und Vollmachtserklärung der landwirtschaftliche Betriebe vorliegt und die Freischaltung erfolgt ist:

 

TÖNNIES in Rheda, Sögel und Weißenfels

WESTFLEISCH in Coesfeld, Hamm, Paderborn und Erkenschwick (Barfuß) – Achtung: Datenlieferung nur für Vertragsbetriebe

TUMMEL in Schöppingen

Manten in Geldern

D & S in Essen (Oldenburg)

Böseler Goldschmaus in Garrel

Vion in Altenburg, Emstek, Zeven und Perleberg

Erzeugergemeinschaft Osnabrück

 

Die Schülerinnen und Schüler kamen nach den Ausführungen von Frau Niemann zu dem Schluss, dass dies doch ein wesentlich besseres Instrument sei, anstatt die Abrechnungen manuell mit Taschenrechner und Bleistift zu überprüfen. Jedoch muss man die rechenvorgänge zuerst verstanden haben, bevor man sich der EDV bedient.

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