23
March

Angehende Sozialpädagogische Assistenten lernten, wie man Kindergartenkinder an Zahngesundheit heranführt

Wie kann man Kindergartenkinder altersangemessen über die richtige Mundhygiene aufklären? Welche Ernährung ist nötig, um Milchzähne gesund zu erhalten? Diese und viele andere Fragen klärten Manuela Wilke und Petra Wiefering vom Kinder- und Jugendzahnärztlichen Dienst des Gesundheitsamtes Vechta am Mittwoch, den 04.03.2020 und den 11.03.2020, in der Justus-von-Liebig-Schule.

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Mit viel Anschauungsmaterial und Anregungen für die Praxis im Gepäck informierten die Prophylaxehelferinnen des Gesundheitsamtes die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 der Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistentin/ Sozialpädagogischer Assistent

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Gesunde Zähne seien nicht nur aus ästhetischen und gesundheitlichen Gründen wichtig, sondern auch fürs Sprechen, berichteten die Referentinnen. Neben der täglichen Mundpflege trage eine ausgewogene Ernährung zum Schutz der Zähne bei. 

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Zur zahngesunden Ernährung gehöre auch, dass Kinder beißen und kauen. Das bei Kindern beliebte Fruchtpüree aus der Tüte, die sogenannten Quetschies, sei aufgrund des extrem hohen Fruchtzuckergehaltes eine Kariesgefahr und verhindere zudem, dass die Kinder beißen und kauen. Dies sei jedoch wichtig, damit sich der Kiefer richtig entwickeln könne. 

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Auch Mythen über scheinbar milchhaltige Lebensmittel wie Milchschnitte, Kinderpinguin und Co. deckten die Prophylaxehelferinnen auf. Diese Snacks enthielten kaum Milch, dafür aber Unmengen an Zucker und trügen zudem nicht dazu bei, dass die Kinder kauen. Nicht nur für die Kieferentwicklung, sondern auch für die Mundhygiene sei Kauen aber wichtig. Durch das Kauen wird der Speichelfluss angeregt. Speichel sei ein Lebenselixier für eine gesunde Mundflora, da er Bakterien sowie Säuren bekämpfe und somit zur Kariesprophylaxe beitrage, betonten Manuela Wilke und Petra Wiefering. 

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Ebenfalls nahmen die Referentinnen aromatisiertes Wasser und Fruchtsäfte unter die Lupe. Sie erklärten, dass aromatisiertes Wasser weitestgehend Zuckerwasser sei. Auch Fruchtsaftgetränke enthielten zusätzlichen Zucker. Die Weltgesundheitsorganisation empfehle, nicht mehr als acht bis zehn Stück Würfelzucker täglich über Nahrung und Getränke zu sich zu nehmen. Die sogenannten ACE-Säfte enthielten aber bis zu 20 Würfelzuckerstückchen pro Flasche. Lediglich Fruchtsäfte, die 100 % Frucht- oder Saftgehalt hätten, seien gesund, da sie lediglich Fruchtzucker, aber keine zusätzlichen Süßungsmittel enthielten. Aber auch diese Getränke sollten als Schorle verdünnt und nicht ständig getrunken werden. 

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Alle genannten Informationen zur zahngesunden Ernährung müssten auch Kindern vermittelt werden, konstatierten die Prophylaxehelferinnen. Als besonders wirksames Medium, um Kinder an Zahngesundheit heranzuführen, hätten sich Puppen erwiesen. Petra Wiefering demonstrierte eindrucksvoll, wie man mit dem Puppenspiel Kinder über Zahngesundheit aufklären kann. 

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Des Weiteren lernten die angehenden Sozialpädagogischen Assistentinnen und Assistenten wie Kinderzähne richtig geputzt werden und wie man Kinder bei der Zahnpflege unterstützten kann. Auch Tipps, was zu tun ist, um bei zahnenden Kindern den Druckschmerz zu lindern, gaben die Referentinnen. Beißringe oder Apfelstücken, auf denen die Kleinkinder rumbeißen könnten, seien hilfreich. Außerdem erfuhren die Schülerinnen und Schüler, welche Schnuller kiefergerecht sind und dass auch die Reinigung der Zunge eine Kariesprophylaxe ist.

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Als Fazit gaben Manuela Wilke und Petra Wiefering den Schülern mit auf den Weg, dass sie als angehende Sozialpädagogische Assistentinnen und Assistenten – ebenso wie die Eltern – eine Vorbildfunktion im Umgang mit einer ausgewogenen Ernährung und Zahnpflege hätten.

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