Landwirtschaftliche Unternehmerschule Agribusiness und Food Akademie setzten erfolgreiche Kooperation fort
Wie entstehen Lebensmittel, bevor sie im Supermarktregal landen? Welche Herausforderungen begegnen Landwirten, Vermarktern und Händlern im Alltag? Antworten auf diese Fragen erhielten die Schülerinnen und Schüler der Fachschule Agrarwirtschaft – Schwerpunkt Betriebs- und Unternehmensführung – („Landwirtschaftliche Unternehmerschule Agribusiness“) der Justus-von-Liebig-Schule Vechta, die in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen am Standort Vechta durchgeführt wird, sowie die Fachschülerinnen und -schüler der Bundesfachschule des Lebensmittelhandels („Food Akademie“) aus Neuwied während ihrer gemeinsamen Exkursion unter dem Motto „Bauern treffen Händler. Händler treffen Bauern“.
Bereits zum sechsten Mal führte das Projekt Nachwuchsführungskräfte aus Landwirtschaft und Handel zusammen. Ziel ist es, die gesamte Lebensmittel-Wertschöpfungskette besser kennenzulernen, gegenseitiges Verständnis zu fördern und den Dialog zwischen den verschiedenen Akteuren der Branche zu stärken. Drei Tage lang standen Betriebsbesichtigungen, Fachgespräche und Diskussionen auf dem Programm.
Die Exkursion wurde von der Landwirtschaftlichen Unternehmerschule Agribusiness der Justus-von-Liebig-Schule Vechta, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen am Standort Vechta sowie der Food Akademie Neuwied organisiert. Begleitet wurde die Fahrt von Hubert Focke-Meermann (Justus-von-Liebig-Schule Vechta), Jasmin Jöring (Landwirtschaftskammer Niedersachsen) und Thorsten Fuchs (Food Akademie Neuwied).
Der erste Programmtag führte die Gruppe zur „Zentrale Koordination Handel-Landwirtschaft e.V.“ (ZKHL) nach Bonn. Im Mittelpunkt stand das Herkunftskennzeichen „Gutes aus deutscher Landwirtschaft“. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Herkunftskennzeichnung und diskutierten, wie Transparenz und Verbraucherorientierung entlang der Wertschöpfungskette weiter gestärkt werden können. Anschließend gewährte die Frutania GmbH in Grafschaft-Ringen spannende Einblicke in moderne Vermarktungs- und Lieferketten im Obst- und Gemüsesektor.
Am Abend standen in der Food Akademie Neuwied Fachvorträge und Diskussionen auf dem Programm. Dabei wurden aktuelle Entwicklungen entlang der Wertschöpfungskette sowie zukünftige Herausforderungen für Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel thematisiert.
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Regionalvermarktung. Gemeinsam mit Vertretern der Regionalmarke Eifel besuchte die Gruppe zunächst die REWE-Hundertmark-Filiale in Polch. Dort erhielten die Teilnehmer Einblicke in die Vermarktung regionaler Produkte und erfuhren mehr über das Konzept „Eifel Plus Schwein“, das Regionalität, Tierwohl und faire Erzeugerpreise miteinander verbindet.
Weitere Stationen waren der Lindenhof Zimmermann sowie der Geflügelhof Andres. Die Teilnehmer erhielten praxisnahe Einblicke in moderne landwirtschaftliche Produktionsverfahren und lernten die Bedeutung regionaler Kooperationen innerhalb der Lebensmittel-Wertschöpfungskette kennen. Den Abschluss des Tages bildete eine Podiumsdiskussion in der Food Akademie Neuwied, bei der Vertreter aus Landwirtschaft, Vermarktung und Handel aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Branche diskutierten.
Zum Abschluss der Exkursion führte die Reise zur Lidl-Regionalgesellschaft Koblenz. Neben dem Besuch einer Lidl-Filiale erhielten die Teilnehmer bei der Besichtigung des Zentrallagers spannende Einblicke in die moderne Handelslogistik. Besonders beeindruckend waren die Dimensionen des Standorts sowie die präzise Organisation der Warenströme hinter der täglichen Versorgung zahlreicher Filialen.
Ein besonderer Höhepunkt war die Übergabe eines Förderschecks in Höhe von 5.000 Euro durch die Lidl-Regionalgesellschaft Koblenz. Mit der Spende unterstützt Lidl das gemeinsame Projekt „Bauern treffen Händler. Händler treffen Bauern“ und fördert damit den Austausch zwischen Landwirtschaft und Handel.
Nach drei abwechslungsreichen Tagen fiel das Fazit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchweg positiv aus. Die Exkursion zeigte eindrucksvoll, dass eine erfolgreiche Lebensmittelversorgung nur im Zusammenspiel aller Beteiligten gelingt – vom landwirtschaftlichen Betrieb über Verarbeitung und Vermarktung bis hin zum Handel. Gleichzeitig bot die Veranstaltung die Möglichkeit, wertvolle Kontakte zu knüpfen und das Verständnis für die Herausforderungen der jeweiligen Partner entlang der Wertschöpfungskette zu vertiefen.
Foto: M. Meyer

