„Nun ist er da, der langerersehnte Tag, auf den ihr lange und ausdauernd hingearbeitet habt“, stellte Schulleiterin, Oberstudiendirektorin Marion Jänen, in ihrer Rede zur Abiturentlassungsfeier des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit und Soziales der Justus-von-Liebig-Schule am Samstag, den 27.06.2026, fest. Die Feierstunde fand in der Aula der Universität Vechta statt, die ihre Räumlichkeiten dankenswerterweise zur Verfügung stellte, da die Schulaula zurzeit kernsaniert wird.
In Anlehnung an das Motto des Abiturjahrgangs „Abi 007 – Mission erfüllt. Mit vollster Dankbarkeit“ verglich die Schulleiterin die Jahre in der Oberstufe mit einem James-Bond-Film. „Ihr hattet in den vergangenen Jahren einen klaren Auftrag, eure ganz eigenen Protagonistinnen und Protagonisten, eure eigenen Geschichten – und mit dem heutigen Tag eine gemeinsam erfolgreich abgeschlossene Mission.“ Die James-Bond-Filme erzählten immer von Menschen, die Hausforderungen bewältigen müssten; ähnlich sei es den Absolventinnen und Absolventen ergangen. Ihre Herausforderungen seien neben dem alltäglichen Unterricht Projekte und nicht zuletzt die Abiturprüfungen gewesen. Auch erzählten James-Bond-Filme von Verbündeten, die einen unterstützten. Diese hätten die Abiturientinnen und Abiturienten in Freunden, ihrer Familie und ihren Lehrkräften gefunden.
„Wichtig für eine Mission sind brauchbare Werkzeuge – gadgets – und vor allem die Fähigkeit, diese klug und zielgerichtet zu nutzen“, stellte die Schulleiterin fest. Die Künstliche Intelligenz (KI) sei eines der mächtigsten Werkzeuge. „Aber eben nur ein Werkzeug und kein Ersatz für euch“, konstatierte sie und bemerkte: „Entscheidend ist nicht die Spezialausrüstung. Entscheidend ist, wer sie nutzt – mit welchem Verstand, mit welcher Haltung, mit welchem Ziel und mit welchen Verbündeten.“
„Eine Mission braucht Hauptdarstellerinnen und Hauptdarsteller, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – intelligent, humorvoll, selbstbestimmt, kritisch, mutig und immer bereit für die nächste Mission.“ – Diese Attribute sieht die Schulleiterin bei den Abiturientinnen und Abiturienten gegeben. Deshalb fordert sie sie auf: „Bleibt euch treu!“
„Die Welt von morgen braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen“, nahm die stellvertretende Landrätin Martina Spille den Aspekt der Verantwortung auf. Sie verwies darauf, dass Unternehmen zwar Menschen wegen ihrer Zeugnisse einstellten, sie aber wegen ihrer Persönlichkeit behielten. Die stellvertretende Landrätin appellierte an die Abiturientinnen und Abiturienten, Verantwortung im Großen wie im Kleinen zu übernehmen.
Schülervertreter Keon Hamer gratulierte den Abiturientinnen und Abiturienten im Namen der gesamten Schülerschaft. „Eine Mission erfüllt, aber die nächste beginnt schon“, stellte er fest. Er wünschte den Abiturientinnen und Abiturienten für ihre vielfältigen Wege alles Gute.
Welche Herausforderungen der Weg zum Abitur für die Abiturientinnen und Abiturienten bereithielt, berichteten die Jahrgangssprecher Carlotta Theiling und Stanislaw Nasinczuk. „Wir waren der erste Jahrgang mit einer Doppelqualifizierung im Bereich Sozialpädagogik“, bemerkten sie. Sie dankten den Lehrkräften für deren Unterstützung und ließen typische Merkmale jeder Lehrkraft Revue passieren.
Die Klassenlehrer Jan Seeger und Niklas Tänzer griffen in ihren Abschiedsworten Anekdoten aus dem Schulalltag auf. Anschließend überreichten sie gemeinsam mit der Schulleiterin die Abiturzeugnisse. Für besonders gute Leistungen wurden die Abiturientinnen Milena Wolf (Notendurchschnitt: 1,2), Jasmina Lehnert (1,4), Carlotta Elisabeth Theiling (1,6) und Salma Alsharaa (1,9) ausgezeichnet.
Als Rahmenprogramm sang Marc Atlas, ein ehemaliger Schüler der Justus-von-Liebig-Schule und Freund einiger Abiturientinnen und Abiturienten, für den Jahrgang und eine Tanzgruppe performte.

