„Phosphorgehalte sinken stark ab!“ – Vechtaer Fachschüler setzen aktuelle Düngeempfehlungen zum Frühjahr um und informieren sich über neue KI-Trends in der Düngetechnik

Kooperation der Vechtaer Justus-von-Liebig-Schule mit Agrotech Valley Forum e. V. und LUFA-Nordwest – Fachschülerinnen und -schüler zu Gast bei den Amazonen-Werken in Hasbergen-Gaste –Siebte Fachexkursion der Einjährigen Fachschule Landwirtschaft – Modul 6 Optionale Lernangebote 

„Die Phosphorgehalte sinken stark ab“, stellte Dr. Frank Lorenz, landwirtschaftlicher Berater bei der LUFA Nordwest beim „Tag der Düngung“ der Justus-von-Liebig-Schule Vechta am Montag, den 23. Februar 2026, in Hasbergen-Gaste bei Osnabrück fest, „die Dünge-Verordnung zeige Wirkung“.

Die jährliche, überbetriebliche Fachschüler-Fortbildung fand in diesem Jahr erstmals mit Unterstützung des Agrotech Valley Forum e. V. aus Osnabrück statt. Der Verein ist ein nordwestdeutsches Netzwerk, das führende Unternehmen, Forschungseinrichtungen und die Landwirtschaft verbindet, um die Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Agrar- und Ernährungswirtschaft voranzutreiben.

28 Schülerinnen und Schüler der Einjährigen Fachschule Agrarwirtschaft machten sich morgens zusammen mit Klassenlehrer Detlef Breuer und Fachlehrer Hubert Focke-Meermann zu ihrer siebten Fachexkursion im Rahmen der „Optionale Lernangebote – Betriebliche Übungen“ in diesem Schuljahr auf. Dieses Mal führt sie der Weg nach Hasbergen-Gaste ins Stammwerk der AMAZONEN-WERKE H. DREYER SE & Co. KG. Das 1883 gegründete Familienunternehmen ist eines der weltweit führendenden Hersteller von innovativen Landmaschinen für Bodenbearbeitung, Saat, Düngung und Pflanzenschutz.

Nach einer Begrüßung durch Markus Ströbel-Fröschle, Leiter des Spreader Application Centers bei den Amazonen-Werken, ergriff zunächst Dr. Frank Lorenz, landwirtschaftlicher Berater bei der LUFA Nordwest, das Wort.

Dr. Lorenz informierte die Fachschülerinnen und -schüler über aktuelle Informationen zur Frühjahrsdüngung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Der Name LUFA steht für Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt. Er referierte, zum ph-Wert und die Bedeutung der Kalkung, der organischen Düngung und der zielorientierten Schwefel-Applikation.

Außerdem wurde behandelt, wie die LUFA-Untersuchungen auf organische Schadstoffe und wertgebende organische Inhaltsstoffe durchführt, was bei der Beprobung zu beachten ist und wie Boden- und Futtermittelanalysen ausgewertet werden. Des Weiteren diskutierte er mit den Schülerinnen und Schülern das Für und Wider von Sekundärrohstoffdünger, Handelsdüngemittel, wirtschaftseigene Düngemittel sowie Kompost und Bioabfall. 

Im zweiten Themenblock des Exkursionstages stand das Unternehmen der AMAZONEN-WERKE H. DREYER SE & Co. KG im Fokus. Markus Ströbel-Fröschle, Leiter des Spreader Application Centers, stellte das Unternehmen und das Produktportfolio vor. In den über 140 Jahren des Bestehens des Unternehmens habe es sich stark weiterentwickelt, konstatierte er. Angefangen habe alles mit der Herstellung einer Getreidereinigungsmaschine durch den Gründer Heinrich Dreyer. Bereits 1906 seien die ersten Getreidereinigungsmaschinen nach Chile exportiert worden. In den folgenden Jahrzehnten habe sich das Unternehmen zum Spezialisten für Düngetechnik, Pflanzenschutztechnik, Bodenbearbeitung, Grünlandpflege sowie Hack- und Sätechnik entwickelt. Mittlerweile verfüge es über neun Produktionsstandorte und beschäftigte insgesamt über 2.500 Mitarbeiter. Der Exportanteil liege bei über 80 %.

Matthias Beuke, Schulungsbeauftragter der Amazonen-Werke, führte die angehenden staatlich geprüften Wirtschafter anschließend durch sämtliche Werkshallen, wobei keine Tür verschlossen blieb. Und dabei wurde auch jede Frage beantwortet.

Nach dem Mittagessen folgte ein weiterer Fachvortrag über die technischen Spezifikationen der Zentrifugalstreuer von Herrn Ströbel-Fröschle. Und anschließend durften die Fachschülerinnen und -schüler einen Blick in das Amazone Spreader Application Center (SAC), dem zentralen Entwicklungs-, Test- und Kundenservicezentrum für Amazone Düngerstreuer, werfen. 

Markus Ströbel-Fröschle, erklärte, wie aus tausenden Düngerproben über die Jahre eine Düngerdatenbank entwickelt wurde, die stätig fortentwickelt wird, sodass Einstellempfehlungen für fast alle Streuer auf dem Markt gegeben werden können. Mittels einer kostenlosen SmartLearning App haben die Landwirte mobilen Zugriff auf diese Datenbank und können die Einstellungen per Bluethooth direkt übertragen.

Anhand eines Streubild-Simulators visualisierte Markus Ströbel-Fröschle die Funktion und Einstellung von Amazone-Düngerstreuer. Der Simulator ermöglicht, die optimale Verteilung des Düngers nachzuempfinden. Denn nur eine optimale Querverteilung auf dem Feld gewährleistet eine präzise Ausbringung und dadurch höhere Erträge.

Am späten Nachmittag verabschiedeten sich die Vechtaer mit vielen neuen Erkenntnissen. Dank gilt allen Referenten für den informativen Input und den Amazone-Werken für die Gastfreundschaft. 

Ein besonderer Dank gilt dem Küchenteam der Amazonen-Werke. Der Mittagstisch beeindruckte nicht nur mit einer großen Vielfalt von Speisen, sondern auch mit einem sehr guten Geschmack. „Super, dass es noch solche Unternehmer gibt, denen gutes Essen wirklich noch wichtig ist“, meint Klassenlehrer Detlef Beuer, der übrigens im Spreader Application Center einen baugleichen Düngerstreuer erblickte, mit dem er bereits vor über 50 Jahren – seinerzeit wohl noch ohne gültige Fahrerlaubnis – an den Hängen des Weserberglands gearbeitet hat.

Alle Interessierten, die neugierig auf die Amazone-Werke geworden sind, finden ein Video zur Geschichte des Unternehmens unter dem folgenden Link

Links:

Agrotech Valley https://www.agrotech-valley.de/

LUFA Nordwest https://www.lufa-nord-west.de/

Amazone Spreader Application Center (SAC) https://www.facebook.com/watch/?v=967102318680807

Markus Ströbel-Fröschle begrüßt die Schülerinnen und Schüler im Namen des Unternehmens Amazone und stellte u.a. …
… die kostenlose, DLG-prämierte App zur Düngemittelbestimmung vor.
Die Schülerinnen und Schüler folgen interessiert dem Vortrag von …
Dr. Frank Lorenz

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