„Die Auszeichnung als Europaschule ist eine große Anerkennung, aber dadurch erhalten wir gleichzeitig einen Auftrag“, stellte Oberstudiendirektorin Marion Jänen, Schulleiterin der Justus-von-Liebig-Schule, in ihren Begrüßungsworten während der Feierstunde anlässlich der Auszeichnung fest.
Seit dem 1. August 2025 darf sich die Justus-von-Liebig-Schule für die kommenden fünf Jahre „Europaschule in Niedersachsen“ nennen. Diesen Titel, der vom Regionalen Landesamt für Schule und Bildung (RLSB) vergeben wird, dürfen Schulen tragen, die sich engagiert für die Stärkung der Europakompetenz ihrer Schülerinnen und Schüler einsetzen. Am Mittwoch, den 10.12.2025, feierte nun die gesamten Schulgemeinschaft der Justus-von-Liebig-Schule diese Auszeichnung mit einem Aktionstag.
Der Auftrag laute, „‚Brücken bauen‘ – zwischen Menschen – ihren Kulturen – ihren Erfahrungen – ihren Ideen“, stellte Marion Jänen in ihrer Rede fest. Sie appellierte an die Anwesenden, „hier und heute“ anzufangen, „Europa zu leben“. „Als Schulleiterin dieser Europaschule wünsche ich mir, dass wir es schaffen, die europäischen Grundwerte Toleranz, Wertschätzung und Offenheit zu leben, zu lehren und zu lernen.“ Sie zeigte an einfachen Beispielen auf, wie jeder einzelne täglich dazu beitragen kann, die europäischen Grundwerte umzusetzen.
Was Europa für die Jugendlichen bedeutet, stellten Schülerinnen und Schüler der Schule in ihren Beiträgen „Wenn ich EU höre, denke ich an …“ dar. Des Weiteren berichteten drei ehemalige Schülerinnen der Schule über ihre Erfahrungen im Erasmus-Schüleraustauschprojekt, das sie letztes Jahr absolviert haben. Sie erzählten von ihren Auslandserfahrungen während ihres Praktikums in Ungarn bzw. Finnland.
Glückwünsche des Landkreises zur Auszeichnung als „Europaschule in Niedersachsen“ überbrachte der erste Kreisrat Hartmut Heinen. Er sprach seine Anerkennung für die Stärkung des europäischen Bewusstseins und der gemeinsamen Identität an der Justus-von-Liebig-Schule aus. Des Weiteren betonte er die zukunftsweisende Bedeutung der europaorientierten Demokratiebildung, der Berufsorientierung sowie Kooperations- und Netzwerkarbeit an der Schule.
Musikalisch wurde die Feierstunde von Sarina Fischer und Mohammed Alshari aus der Klasse 2 der Berufseinstiegsschule Gesundheit und Soziales sowie von Musiklehrer Hermann Esswein gestaltet.
Nicht nur die Feierstunde, sondern der gesamte Tag stand an der Justus-von-Liebig-Schule im Zeichen der EU. Statt regulären Unterrichts beschäftigten sich alle Klassen mit europäischen Themen. Ergänzt wurde das Programm durch einen Vortrag des Autors, Fotografen und Journalisten Oliver Lück. Er nahm die Schülerinnen und Schüler durch seinen anschaulichen Bericht sowie Fotos und Musik mit auf seine Reisen durch Europa und ließ sie an spannenden, lustigen und bewegenden Begegnungen und Erfahrungen teilhaben.
Dank sprach die Schulleiterin allen Mitwirkenden aus, die am Gelingen der Feierstunde beteiligt waren. Allen voran dankte sie Oberstudienrätin Krisztina Holzenkamp, die die Internationalisierung und die Europaaktivitäten an der Schule organisiert und gestaltet, sowie der Teamleiterin des Faches Politik, Studienrätin Silke Büscher, für ihr gemeinsames Engagement für die Zertifizierung der Schule als „Europaschule in Niedersachsen“.



