27
April

Praktischer Anschauungsunterricht bei EFL-Schülerin Rebecca Joachimmeyer

Praktischer Anschauungsunterricht bei EFL-Schülerin Rebecca Joachimmeyer: “Highland Cattle” Jungtierschau

 

 

Bundesweites “Highland Cattle” Züchtertreffen in Kleinenkneten – Aktuelle Leistungsschau der deutschen Hochlandrinderzucht – Katalog mit 8 Bullen und 67 Färsen – Großes Medien- und Zuschauerinteresse – Schülerinnen und Schüler stillen Wissensdurst

 

Rebecca, Conan und Stefan Joachimmeyer

Der Familie Joachimmeyer aus Kleinenkneten bei Wildeshausen wurde am Samstag vergangener Woche eine große Ehre zuteil. Denn der “Highland Cattle Zuchtverband Niedersachsen e.V.” und der “Verband Deutscher Highland Cattle Züchter und Halter e.V.” veranstalteten auf dem Betrieb Joachimmeyer ihre zwanzigste Jungtierschau. Für Rebecca Joachimmeyer, die zurzeit in der “Einjährigen Fachschule Landwirtschaft” (EFL) ihrem Abschluss als “Staatlich geprüfter Wirtschafter” entgegensieht, hieß es deshalb in den letzten Tagen eine Menge zu organisieren und vorzubereiten.

 

 

Und die Mühen wurden tatsächlich belohnt, denn es reisten Züchter aus dem ganzen Bundesgebiet an, die 75 Hochlandrinder präsentierten. Familie Joachimmeyer war mit den Bullen “Conan odhar vom Lohmühlenbach”, “Cathach odhar von Jiggel” und der Färse “Layla vom Lohmühlenbach” vertreten. Entsprechend der aufgetrieben Rinder war das Zuschauer- und Medieninteresse groß. Viele Menschen nutzen die Möglichkeit, sich mit dieser zahmen, robusten Extensivrasse einmal vertraut zu machen. Und so nutzten nicht nur die Schülerinnen und Schüler der EFL die Chance, sich mit Hilfe des Katalogs über diese ursprünglich aus Schottland kommende Rasse zu informieren. Da diese Gelegenheit nicht so oft besteht, waren auch Schüler der anderen Landwirtschaftsklassen sowie allgemeinbildender Schulen anzutreffen. Und es sollen sogar einige Lehrer gesichtet worden sein.

 

 

Da die Schau bereits morgens um 11.00 Uhr begann, war neben dem offiziellen Programm auch den ganzen Tag für hervorragende Verköstigung gesorgt. Joachimmeyers hatten sich wirklich alle Mühe gegeben, ihre neue Halle als “Festhalle” herzurichten. Denn zum Ende des Züchtertreffens stand natürlich auch der gegenseitige Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt. Da konnten die Rinderhalter – Dank tatkräftiger Nachtwachen, die auf die prämierten Highlands aufpassten – sich einmal ganz aufs Fachliche konzentrieren. Und so ganz nebenbei wurde dann auch nicht nur der Wissensdurst gestillt. Fazit: die zwanzigste Jungtierschau war eine rundherum gelungene Veranstaltung, bei der man eine ganze Menge lernen konnte.

 

 

Für seine Besitzer ist das “Highland Cattle” das schönste Rind unter der Sonne. Mit seinen dekorativen Hörnern, die bis zu 1,40m Spannweite erreichen können, und seinen schmucken langen Haaren zieht es die Betrachter in seinen Bann. Aus großen, kristallklaren Augen lugt das Highland Rind unter seiner wilden Stirnmähne hervor. Aber es ist nur das Äußere.

 

 

Mit seinem langen Fell ist es absolut winterhart und wetterfest. Es benötigt keinen Stall. Regen und Wind können den Naturpelz nicht durchdringen. Selbst Schnee bleibt auf dem isolierenden Haarkleid liegen. Die Stärke einer Highlandkuh ist das ohne Hilfe auf der Weide geborene Kalb, das dann natürlich am Euter der Mutter aufgezogen wird. Kalbungen können problemlos auch bei minus 20° C und bis ins hohe Kuhalter von 15 bis 20 Jahren erfolgen. Aus den frischen Kräutern und Gräsern auf der Naturwiese im Sommer und duftigen Heu im Winter erbringt das Highland Cattle durch die gesunde Bewegung an der frischen Luft ein außergewöhnlich schmackhaftes Fleisch.

 

 

Katalog der 20. “Highland Cattle” Jungtierschau

http://www.highland-rinder.de/veranstaltungen/schaukatalog-jungtierschau-2013/