26
April

Ausbildungsbetrieb Nadine Henke mit Gerd-Sonnleitner-Preis ausgezeichnet

Brokser Zuchtsauen aus Bruchhausen-Vilsen – „Bauernwiki “Frag doch mal den Landwirt“ – „Sendung mit der Maus“ – Beispielhafte Öffentlichkeitsarbeit – Agrarbereich gratuliert

 

Der Agrarbereich der Justus-von-Liebig-Schule Vechta gratuliert Nadine Henke und Familie ganz herzlich zu ihrer überaus erfolgreichen Öffentlichkeitsarbeit für die Landwirtschaft. Nadine und Heinrich Henke bewirtschaften in Bruchhausen-Vilsen einen konventionellen Sauenbetrieb mit 1.250 Sauen inklusive Ferkelaufzucht, es werden Mastferkel für regionale Mastbetriebe erzeugt.

 

Die “Brokser Zuchtsauen” sind ein Ausbildungsbetrieb für Tierwirte Fachrichtung Schweinehaltung, die Auszubildenden besuchen zur schulischen Ausbildung die Justus-von-Liebig-Schule Vechta, da diese Bezirksschulstandort für die Tierwirte Schweinehaltung ist.

von links: Dr. Horst Reinhardt, Nadine Henke, Gerd Sonnleitner

von links: Dr. Horst Reinhardt, Nadine Henke, Gerd Sonnleitner

Der Gerd Sonnleitner-Preis wurde von der Rentenbank ins Leben gerufen, um ehrenamtliches Engagement in der Landwirtschaft zu würdigen. In diesem Jahr geht der mit 3.000 Euro dotierte Preis nach Niedersachsen. Der Landesbauernverband Landvolk Niedersachsen hatte Nadine Henke vorgeschlagen, die sich durch ihre offene und unerschrockene Öffentlichkeitsarbeit auszeichnet. Der Gerd Sonnleitner-Preis ist Anerkennung und Dank für die Leistungen von Nadine Henke. Gleichzeitig ist der Preis Ansporn für die vielen anderen jungen Ehrenamtlichen im ländlichen Raum, sich weiterhin zu engagieren. Denn ohne die unermüdliche Arbeit der Ehrenamtlichen seien viele Angebote und Initiativen auf dem Land nicht denkbar, betonte Gerd Sonnleitner, ehemaliger Bauernpräsident und Namensgeber des Preises.

 

Angefangen mit der Facebookseite „Brokser Sauen“, auf der die Tierärztin Sachverhalte aus ihrem Stall erklärt, ist sie heute Mitbegründerin der Facebook-Seite „Bauernwiki – Frag doch mal den Landwirt“, auf der sie federführend sensible Themen der modernen Tierhaltung anspricht und keine Diskussion scheut. Unter dem Motto „Wo kommen Deine Lebensmittel her? Hast Du Fragen dazu? Frag den Landwirt!“ stellen dort mehrere Landwirte aus ganz Deutschland ihre Betriebe vor und beantworten Fragen zur modernen Landwirtschaft. Da geht es um die Ohrmarken bei Kälbern genauso wie um die Qualität von Getreide oder den Antibiotikaeinsatz im Stall. „Mit der Seite ‚Frag doch mal den Landwirt‘ wollen wir alle Landwirte repräsentieren und der Landwirtschaft wieder ein Gesicht geben“, begründet Nadine Henke diesen Schritt. Der niedersächsischen Sauenhalterin ist es besonders wichtig, dass kein Landwirt diffamiert oder beleidigt wird. Die Facebookseite www.facebook.com/fragdenlandwirt gefällt mittlerweile bereits mehr als 10.000 Nutzern.

 

Einblicke in ihren Stall mit 1.250 Sauen gewährte Nadine Henke bereits verschiedenen Videoprojekten sowie einem Kamerateam vom NDR, das die Tierhaltung auf dem Betrieb unter dem Titel „Armes Schwein?“ zur Primetime in der ARD vorstellte. Kinder hat die Landwirtin bereits mehrfach beim Türöffnertag der „Sendung mit der Maus“ auf den Hof eingeladen. Nach Terminvereinbarung können sich jederzeit Besuchergruppen vor Ort die Ställe ansehen. Als Tierärztin und Bäuerin hat Nadine Henke eine hohe Glaubwürdigkeit in allen Fragen der Tierhaltung. Mit modernen Mitteln hat sie es geschafft, verschiedenen Zielgruppen das Arbeitsfeld Landwirtschaft nahe zu bringen. Durch den Dialog mit allen Bevölkerungsschichten hat sie die Akzeptanz der Landwirtschaft merklich erhöht. Und sie motiviert weitere Landwirte, sich in Diskussionen rund um die Landwirtschaft einzumischen.