25
June

Ausstellung “Friede ist …” an der Justus-von-Liebig-Schule

Am Dienstag, den 12.06.2018, wurde an der Justus-von-Liebig-Schule Vechta die Ausstellung „Friede ist …“, die noch bis zu den Sommerferien in der Aula besichtigt werden kann, eröffnet. Oberstudiendirektorin Gaby Droste-Kühling begrüßte die Initiatorin der Ausstellung, Frau Dr. Janine Redemann, und die Studierenden Laura Scheffer und Caroline Schmidt vom Institut für Katholische Theologie der Universität Vechta, die ihre Ausstellung zuletzt auf dem Katholikentag in Münster präsentiert hatten.
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Die Schulleiterin dankte Dr. Redemann für die Leihgabe der Ausstellung. Sie betonte, das Thema „Friede“ sei so wichtig, da wir in Deutschland zwar in Frieden lebten, aber durch die Erfahrungen der zu uns Geflüchteten mit der Thematik „Unfrieden“ intensiv in Kontakt kämen.

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In ihren Ausführungen erklärte Dr. Janine Redemann Schülern und Lehrkräften den Entstehungshintergrund und die aus Collagen, Bildern, Gedichten und Texten bestehenden Ergebnisse der Ausstellung.

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Die Idee zu „Friede ist …“ resultiert aus einer Seminarveranstaltung von Dr. Redemann an der Universität Vechta zum Thema „Friedensethik und Friedensbewegung“. Die Studierenden fassten dabei die Ergebnisse des Seminars in Plakaten, Texten und Gedichten zusammen. Auch die Inhaftierten der JVA Vechta wurden in die Frage nach Frieden einbezogen. Unter Leitung der Pastoralreferentin der JVA für Frauen Vechta, Josefine May, drückten auch sie ihre Gedanken zum Thema „Frieden“ in Bildern aus. Außerdem führten die Studentinnen Laura Scheffer und Caroline Schmidt das Projekt „Friede ist …“ mit Jugendlichen aus verschiedenen Ländern durch.

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Die Exponate der Studierenden, der Inhaftierten und Jugendlichen, die in der Ausstellung gezeigt werden, ergaben in der wissenschaftlichen Auswertung unterschiedliche Zugänge zum Thema „Frieden“. Dr. Redemann führte aus, es sei auffällig, dass die Studierenden eine globale Perspektive auf den Frieden hätten. Sie betrachteten die Welt als Ganzes und sähen die Menschen in der Verantwortung zu einem friedlichen Miteinander und für eine friedliche Welt. Demgegenüber verträten die inhaftierten jungen Frauen und die Jugendlichen aus verschiedenen Ländern, die zum Teil Fluchterfahrungen haben, eine subjektive Friedensperspektive. Ihre Bilder, Gedichte und Texte beinhalteten Aspekte eines persönlichen Friedens, nach dem sie sich sehnten und den sie ausleben möchten. Diese Ergebnisse bestätigten den von Friedensforscher Professor Egon Spiegel von der Universität Vechta entwickelten dualen Friedensbegriff.

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Auch die Schüler der Justus-von-Liebig-Schule beschäftigten sich aktiv mit dem Thema Frieden, indem sie der Ausstellung ihre Friedensdefinitionen beifügten.

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