18
October

Preisprognose 2013: „Bullische“ Fleisch-, Milch- und Eiermärkte

Durchschnittliche Erzeugerpreise 2013: Mastschweine: 1,78 €/kg, Ferkel 58 €; Bullen 4,16 €/kg, Fleckvieh-Kälber 7,10 €/kg, Milch 32,5 Cents/kg, Hähnchen 1,16 €/kg – Marktanalyse der Vechtaer Justus-von-Liebig-Schüler – Erwartete Preissteigerungen kompensieren gestiegene Futter- und Energiekosten nur zum Teil


Vechta. Die Schülerinnen und Schüler der „Einjährigen Fachschule Landwirtschaft“ (EFL) der Vechtaer Justus-von-Liebig-Schule haben seit Schuljahresbeginn eine intensive Marktanalyse erarbeitet, die jetzt in einer „Preisprognose 2013“ für die wichtigsten Erzeugnisse tierischer Herkunft mündet.


Die zukünftigen „Staatlich geprüfte Wirtschafter“ rechnen für das kommende Jahr mit durchschnittlichen Erzeugerpreisen in Höhe von 1,78 €/kg Schlachtgewicht für Mastschweine, 58 € für ein Ferkel, 4,16 €/kg Schlachtgewicht für Bullen (U3), 7,10 €/kg Lebendgewicht bzw. 568 € für Fleckvieh-Kälber (80 kg), 165 € für Schwarzbunt-Kälber (80 kg Lebendgewicht), 5,00 €/kg für Schlachtkälber, 32,5 Cents/kg Milch und 1,16 €/kg Hähnchen. Für die Direktvermarktung von Eiern aus Bodenhaltung gehen die Marktanalysten von einem Erzeugerpreis von 16 Cents/Ei aus, der hier wegen der Direktvermarktung auch dem Verbraucherpreis entspricht.


Die Ergebnisse basieren u.a. auf verschiedenen Chart- und Marktanalysen der Warenterminbörsen für landwirtschaftliche Erzeugnisse in Frankfurt (Eurex), Paris (Matif) und Chicago (CboT), dem „Kieler Rohstoffwert Milch“, der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB Bonn), Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AMI Bonn), der Landwirtschaftskammer Niedersachsen sowie der Auswertung diverser Fachzeitschriften und der standardisierten Befragung von regionalen Marktpartnern.


Im Rahmen ihrer Ausbildung zum „Staatlich geprüften Wirtschafter“ haben die Schülerinnen und Schüler im Unterrichtsfach Marketing die Daten zur vorausschauenden Wirtschaftlichkeitsberechnung der eigenen Betriebe ermittelt. Die Preissteigerungen seien unbedingt erforderlich, um die gestiegenen Futtermittel- und Energiekosten decken zu können. Im Fach „Unternehmensführung haben erste Kalkulationen jedoch gezeigt, dass diese Kosten nur zum Teil kompensiert werden können.