5
November

„FÜHLEN–SEHEN–KIPPEN“

Falschgeld-Schulung der Deutschen Bundesbank in den Bildungsgängen Hauswirtschaft, Ernährung und Körperpflege in der Justus-von-Liebig-Schule in Vechta

Echt oder unecht? Diese Frage muss jeder meist in wenigen Sekunden entscheiden, wenn er einen Geldschein in der Hand hält. Auszubildende einzelner Berufsschulklassen in der Justus-von-Liebig-Schule in Vechta im Erkennen von Falschgeld zu schulen, das war die Aufgabe von Mitarbeitern der Deutschen Bundesbank Filiale Oldenburg. Denn in den Bildungsgängen ist die Falschgeldschulung ein wichtiger Bestandteil im Unterricht. Zunächst wurden die allgemeinen Merkmale der Euro-Scheine erläutert. Beim Betrachten der Banknote gegen das Licht wird ein schemenhaftes Motiv sichtbar, in dem ein Porträt der mythologischen Gestalt Europa, der Wert der Banknote und das Hauptmotiv zu erkennen sind. Wird die Banknote auf eine dunkle Oberfläche gelegt, werden die hellen Stellen dunkler. Das Porträt erscheint auch im Hologramm. Im Mittelpunkt der Falschgeldschulung standen dann Sicherheitsmerkmale, z. B. das fühlbare Druckbild, Hologramm und Wasserzeichen, der Sicherheitsfaden. „Fühlen, Sehen, Kippen“ – diese drei Punkte bilden den Leitfaden, um gefälschte Banknoten zu identifizieren. So ließ sich das Spezialpapier aus Baumwollfasern gut ertasten; einige Merkmale sah man erst, wenn die Banknote gegen das Licht gehalten wurde; und beim Kippen veränderten einige Merkmale je nach Betrachtungswinkel ihre Motive oder Farbe, z.B. die Smaragd-Zahl „Die Fälschungen, aber auch die Prüfgeräte werden immer besser“, erklärten die Mitarbeiter der Bundesbank. So sei es gut möglich, dass eine echte Note, die versehentlich in der Waschmaschine gelandet sei, vom Gerät als Fälschung angesehen werde. Für gefälschte Scheine haben die Auszubildenden einen guten Blick bekommen. Das bewirkte vor allem auch der Vergleich von echten Scheinen mit gefälschten Exemplaren, die den Auszubildenden zur Verfügung gestellt wurden. Besonderes Interesse fanden die neuen 50-Euro-Scheine mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen, die die Schülerinnen begutachten durften. Der neue 50-Euro-Schein soll vom 4. April 2017 an unters Volk gebracht werden. Die Auszubildenden erhielten weiterhin Verhaltensempfehlungen bei Verdacht auf Falschgeld.